U-Boote

Die Idee, mit einem U-Boot, also einem Unterseeboot, zu fahren, ist sehr alt. Der Gedanke, dass der Mensch sich auch unter Wasser mit Hilfe einer Maschine oder Vorrichtung bewegen kann, beschäftigt die Menschen seit der Antike.

Schon bei Aristoteles wird das Prinzip einer Taucherglocke erklärt. In der Alexander Vulgata wird von einem Tauchgang Alexanders in einer Taucherglocke berichtet. Danach tauchte des Thema U-Boot in Europa immer wieder in Heldenepen auf. Als Konstruktion wurde es im Humanismus ab dem 16. Jahrhundert aufgegriffen, wobei da Vinci einer der ersten war, der detaillierte Konstruktionsskizzen anfertigte.

Russisches U-Boot beim Auftauchen

Russisches U-Boot beim Auftauchen

Spätesten seit dem amerikanischen Bürgerkrieg, dem 1. Weltkrieg mit der Schlacht am Skagerrak und natürlich dem U-Boot Krieg des Dritten Reiches gegen Großbritannien im 2. Weltkrieg ist das U-Boot integraler Bestandteil der modernen Kriegsführung. In der Zeit des Kalten Krieges stieg dann nochmals seine Bedeutung, da es als mobile Abschussbasis für Atomraketeneingesetzt wurde. Gerade die Sowjetunion und die USA hatten großen Flotten von U-Booten, die auf den Weltmeeren operierte. Das U-Boot machte damals eine bedeutende technische Entwicklung durch: Nicht nur, dass es in seiner Länge, die bei schweren Klassen bis an die 100 Meter reichte, wuchs, die UdSSR und die USA statteten ihre U-Boote außerdem mit Atomantrieben aus. Dies ermöglichte es ihnen, mehrer Monate unter Wasser zu operieren.

Abgesehen davon, dass das moderne U-Boot als Militärfahrzeug beispielhaft für die technischen Errungenschaftender Menschheit ist, ist es dennoch erstaunlich, dass sich bereits spätestens ab dem ausgehenden 17. Jahrhundert Techniker und Tüftler daran machten, U-Boote zu konstruieren, die, wenn auch nur für ein paar Minuten, wirklich unter Wasser fahren konnten. Interessanterweise wurde eines der ersten operierenden Schiffe, das als U-Boot zu bezeichnen ist, 1772 im heutigen Niedersachsen – damals die Grafschaft Schaumburg-Lippe – auf dem Steinhuder Meer getestet. Es war komplett aus Holz konstruiert und in einer Fischform gehalten. Getauft war es auf dem Namen „Hecht“. Das in gräflichen Diensten gebaute Boot konnte immerhin knapp 12 Minuten tauchen. Doch wurde es noch von eine Ruder- und Segelvorrichtung angetrieben. Allerdings wurde schon vier Jahre später ein U-Boot mit dem Namen „Turtle “ in Amerika gebaut. Erstmals wurde dabei auch Eisen, statt des sonst nur üblichen Eichenholzes verwendet. Es war dahingehend ein Durchbruch hin zu der heute gängigen Antriebstechnik für U-Boote, dass über Kurbeln eine Schraube angetrieben wurde. Die Kurbeln mussten noch durch reine Muskelkraft betrieben werden. Heute übernehmen bei modernen U-Booten Elektro- und Atomantriebe diese Aufgabe.

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