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Militärfahrzeuge

Fahrzeuge, die für militärische Handlungen eingesetzt werden, werden als Militärfahrzeuge bezeichnet. Dazu zählen sowohl Land-, als auch Luft- und Wasserfahrzeuge. Militärfahrzeuge dienen in erster Linie dazu, sich bei militärischen Aktionen Vorteile zu verschaffen. Sie werden für den Angriff eingesetzt ebenso wie zum Schutz oder Transport.

Jedes Land hat seine eigenen: Jedoch existiert zu jedem Fahrzeugtyp ein entsprechendes Äquivalent in jeder Armee. Die modernen Streitkräfte besitzen unzählige Vehikel, die sich in ihren Einsatzzwecken unterscheiden. Einige Panzer sind zum Beispiel in der Lage, Brücken über Flüsse zu schlagen (Panzerschnellbrücken), andere wechseln mal eben einen Panzermotor aus (Pionierpanzer 1). Kampfpanzer haben die größte mobile Durchschlagskraft: die deutschen Leopard 2 A7 Panzer sind die fortschrittlichsten Militärfahrzeuge auf dem Land. Neben dem Schutz gegen Minen und IED sowie einem 360 Grad Schutz gegen RPG Angriffe bieten die Leopard A2 Panzer eine umfangreiche Bewaffnung. Flugabwehrkanonenpanzer wie der Flakpanzer 2 Gepard sind in der Lage, feindliche Luftfahrzeuge in großen Höhen unter Beschuss zu nehmen, während moderne Panzerhaubitzen (PzH 2000) Ziele in einer Entfernung von 100 Kilometer präzise angreifen können. Nicht für den Angriff geeignet, liefern Spähpanzer wie der Spähpanzer Luchs oder Fennek unbemerkt militärisch wichtige Informationen. Transportpanzer (DINGO) sind mit Maschinengewehren ausgerüstet und befördern Fußtruppen durch jedes Gelände schnell zum Einsatzgebiet.

Auch Hubschrauber gehören zu den Militärfahrzeugen

Auch Hubschrauber gehören zu den Militärfahrzeugen

Doch dies ist nur ein kleiner Teil der Militärfahrzeuge, die ihren Einsatz in Kriegsgebieten finden. Transport LKWs, Krankenwagen, Transportflugzeuge, Kampfjets und Hubschrauber gehören ebenso in die Kategorie der Militärfahrzeuge wie Kriegsschiffe, Flugzeugträger, Boote, Hovercrafts und U-Boote. Die Besonderheit der Militärfahrzeuge ist ihre Anpassungsfähigkeit. Sie sind optimal für ihre Einsatzzwecke ausgerüstet und können aufgrund ihrer Tarnung unauffällig agieren. So sind zum Beispiel Panzer mit angepasster Tarnung aus der Luft kaum oder gar nicht zu erkennen. Das Gleiche gilt für Luftfahrzeuge, die man optisch nicht wahrnehmen kann und die sogar von hochentwickelten Radarsystemen nicht erfasst werden können. Als letztes Beispiel sind U-Boote zu nennen, die in der Lage sind, mehrere Monate unter der Wasseroberfläche zu agieren ohne aufzutauchen. Heutzutage gibt es viele Sammler von Militärfahrzeugen. Sie suchen nach besonders alten oder schönen Stücken, die beim Militär längst keine Verwendung mehr finden, restaurieren sie und verleihen sie zum Beispiel für Filmproduktionen.

Panzer

Panzer sind eine der schlagkräftigsten Militärfahrzeugarten die es gibt. Sie können nicht nur in fast jedem Terrain eingesetzt werden, sondern sind trotz ihres enormen Gewichtes auch extrem wendig. Dies macht sie seit jeher zu einer gefürchteten Waffe im Krieg.

Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Panzern: Gleisketten- und Radpanzer. Gepanzerte Gleiskettenfahrzeuge mit einer Kanone als Hauptwaffe verfügen über einem Turm, der in 360° drehbar ist. Die Fortbewegung mit Gleisketten ermöglicht eine bessere Traktion, somit können auch schlecht befahrbare Wege genutzt werden. Gleisketten sind außerdem fehlerresistenter als Reifen und einfacher zu reparieren.
Radpanzer werden vorrangig als Transportwagen, sowie für die militärische Aufklärung eingesetzt. Solche Fahrzeuge sind in der Regel deutlich günstiger als ihre Gleisketten-Kollegen und dementsprechend interessant für Staaten mit einem geringen Verteidigungsetat. Aufgrund von immer mehr Einsätzen, die auf dem Landweg nicht zu erreichen sind, gingen in den vergangenen Jahren auch immer mehr reiche Länder zum Kauf von beräderten Modellen über. Diese viel kleineren und leichteren Fahrzeuge lassen sich auch mit dem Flugzeug ins Einsatzgebiet fliegen.

Panzer nutzen Kanonen als Hauptwaffe

Panzer nutzen Kanonen als Hauptwaffe

Neben Kanonen als Hauptwaffen sind einige Modelle noch mit Feuerwerfern, Maschienengewehren, Nachsichtgeräten, Splittergranaten oder Nebelmittelwurfanlagen ausgestattet. Einige Tanks – wie es auf englisch heißt – haben zudem Amphibienqualitäten, können sich also auch zu Wasser fortbewegen. Munition, Reichweite und mögliche Sonderausstattungen variieren stark je nach gewünschtem Einsatzgebiet. Neben den klassischen Kampfpanzern gibt es noch flugabwehrende Modelle, Bergepanzer (zum Transport oder Bergen militärischen Equipments), Truppentransportfahrzeuge, minenräumende- und minenlegende Tanks, Spähpanzer und Waffenträger.

In Deutschland gibt es nur zwei Rüstungsunternehmen, die sich maßgeblich an der Entwicklung neuer Kampffahrzeuge beteiligen. Krauss-Maffei Wegmann stellt unter anderem den Leoparden (Kampf) und den Boxer (Transport) her. Der Münchener Rüstungskonzern liegt zu 100 % im Besitz der Familien Holding. Der Marder und viele weitere Gefährte der Bundeswehr werden vom Düsseldorfer Unternehmen Rheinmetall AG gebaut. Weltweit führend sind die Rüstungsunternehmen aus den USA, die sowohl durch Verkaufszahlen, wie auch Innovationen punkten. Auch in der Literatur und der Musik haben diese Kriegsgefährte einen Platz eingenommen. Während Songs wie “Friedenspanzer” von den Ärzten Krieg auf albern anmutende Art kritisieren wollen, sollen zahlreiche Panzerlieder die Besatzung ermutigen und den Kampf mit Panzern idealisieren. Unzählige Bücher illustrieren die Geschichte der Armee und die Rolle der Panzer darin, stellen wichtige Modelle, die als Meilensteine der Entwicklung gelten, vor oder erzählen die Geschichte verschiedener Kriege anhand der Stellung der Panzer. Besonders eindrucksreich berichtet Sebastian Christ in seinem Roman “Das Knurren der Panzer im Frühling” von seinen Erlebnissen in Afghanistan.